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Ein weiterer Meilenstein: Die Zugspitze

Meine ersten Erfahrungen, was das Wandern angeht, habe ich in den 2000ern in Südtirol gemacht. Vorletztes Jahr habe ich eine Hüttentour in der Schweiz von Maloja nach Promontogno gemacht. Dieses Jahr stand der höchste Berg Deutschlands auf der Liste: die Zugspitze – “The Top of Germany”. Die Planung hat ein Kumpel von mir übernommen. Vor Beginn der Tour wurde ich von ihm gebrieft.

Gegen Mittwoch Abend wurde ich abgeholt. Die Reise ging mit dem Auto über Stuttgart nach Grainau, nahe Garmisch-Patenkirchen. Während eines Zwischenstopps bei McDonalds habe ich mir ein 20er Nugget-Menü «gegönnt». Wir haben das Glück gehabt, bei einer befreundeten Familie meines Kumpels schlafen zu können. Eigentlich wollten wir im Garten zelten, aber wer möchte gegen 22:30 Uhr, dann auch noch bei Regen ein Zelt aufzubauen? Zu dritt wollten wir bei unserer Gastfamilie natürlich keine großen Umstände machen, deshalb hat es uns überhaupt nichts ausgemacht in der Schreinerwerkstatt im Garten zu schlafen. Nach einer herzlichen Begrüßung und einem Feierabendbier sind wir schlafen gegangen. Die Nacht in der Werkstatt war sehr abenteuerlich, zwischen Holzspäne und dem Maschinenpark haben wir geschlafen. Es hat so schön nach Holz gerochen, dass wir drei schnell eingeschlafen sind.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Gegen 6.30 Uhr sind wir aufgestanden, haben uns fertig gemacht, unsere Rucksäcke soweit gepackt und dann gefrühstückt. Nicht nur die gesamte Familie hat uns am Frühstückstisch begrüßt, sondern auch eine große Auswahl an Brötchen, Gebäck, etc. An den Dialekt musste man sich erstmal gewöhnen – einen richtigen Urbayer zu verstehen ist nämlich nicht immer so einfach. Wir haben uns aber schnell umgewöhnt. Olli hatte schon am Abend zuvor auf Bayerisch umgestellt.

Unser Lager in der Werkstatt .

Unser Lager in der Werkstatt.

 

Gegen halb neun sind wir in Richtung Höllentalklamm – welcher den Einstieg zur Zugspitze bildet – aufgebrochen. Nach einem anfangs harten Aufstieg mit bestimmt 200 hm in wirklich sehr kurzer Zeit, sind wir schnell warm gewesen. Nach einer Stunde erreichten wir das Höllental. Der Eintritt hat 4 € gekostet und unterstützt die Erhaltung des Wanderweges. Das Höllental war beeindrucken! Man ist an einem Gebirgsbach entlang gewandert, teilweise auch durch den Fels. Alles in allem: Dort was es sehr nass.

 

Eindrücke des Höllentalklamms

Eindrücke des Höllentalklamms. / Unsere Route (gelb-gepunktete Linie).

 

Von den Eindrücken im Höllental überwältigt, schlängelte sich unsere Wanderung immer weiter in Richtung Gipfel empor. Leider war dieser nicht zu sehen, da er in einer Nebelglocke hing. Zwischendurch hat uns der Wucher Helikopter – der eine Baustelle mit Material versorgt hat – an die Zivilisation erinnert. Dort oben sind wir wirklich fast alleine gewesen. Je höher wir kamen, desto mehr Klettersteige und Geröll passierten wir.

 

Der Hubschrauber war ein ständiger Begleiter. / Hier und da sind Klettersteige.

Der Hubschrauber war ein ständiger Begleiter. / Hier und da sind Klettersteige.

 

Den krönenden Abschluss bildete der Gletscher und der noch vor uns liegende Klettersteig, für den wir alleine mit Pausen fast 2 1/2 Stunden gebraucht haben. Die Sichtweite kurz nach dem Gletscher lag teilweise bei nur 10 Metern. Es war schon abenteuerlich, aber mit Klettergurt und Sicherungsleine hatte ich keine Angst abzustürzen.

 

Eindrücke das Gletschers in Richtung Tal.

#Selfie. / Eindrücke das Gletschers in Richtung Tal.

 

Einer der letzten Abschnitte des Klettersteigs. / Das Gipfelkreuz!

Einer der letzten Abschnitte des Klettersteigs. / Das Gipfelkreuz!

 

Nachdem wir fast 10 Stunden unterwegs gewesen sind, waren wir mehr als fertig. Gut, Olli hätte sicher noch ein paar Stunden weiter wandern können, aber uns hat es gereicht. Auf der Hütte wurden wir begrüßt und haben unseren Schlafplatz im Lager bekommen. 36 € für eine Übernachtung (unbeheizt!) für nicht-Alpenvereinsmitglieder, das fand ich schon happig. Wenn ich da an die Schweiz denke, wo man für etwas mehr ein tolles 3-Gänge Menü enthalten war, bin ich schon etwas enttäuscht. Wie wir aber erfuhren, lässt man sich das Markenzeichen “The Top of Germany” ordentlich bezahlen. Zur Info: eine Fahrt mit der Seilbahn kostet in beide Richtungen 41 €!

Trotzdem sind wir froh gewesen, dass es was zu essen gab. Ich habe mich für die Erbsensuppe entschieden und wurde nicht enttäuscht, sie war wirklich lecker!

Das war natürlich noch nicht alles! Wir haben noch so allerlei erlebt. Also schau in den nächsten Tagen einfach mal vorbei, dann gibt es sicher einen weiteren Reiseabschnitt.

Stay classy!

 

 

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