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Ein historischer Kriminalroman: die Kirche, Mord und Machtspiele in England

Vor kurzem habe ich auf Empfehlung damit begonnen,  einen historischen Kriminalroman zu lesen. Zuvor habe ich diverse Krimis gelesen, aber von einem Historischen hatte ich noch nicht gehört. Nach kurzer Recherche bei Amazon habe ich herausgefunden, dass es die Teile 1-3 leider nicht als Ebook gibt. Um den Autor kennenzulernen, habe ich mir die Leseprobe des 4. Bandes: „Das Buch des Teufels“ durchgelesen. Der Schreibstil und vor allem die penibel recherchierte Beschreibung der Zeit hat mich sofort beeindruckt und mir Lust auf „mehr“ beschert.

Genug Vorgeplänkel, nun zur Geschichte des Buches. Es beginnt in 1543 um die Osterfeiertage in London, England. Der Anwalt Matthew Shardlake bekommt vom Gericht ein „pro bono“-Fall (kostenfreies Mandat) auferlegt. In diesem geht es um einen jungen Mann, der seine christlichen Ansichten radikalisiert hat und wahnsinnig geworden ist. Sprichwörtlich hat er Angst vor dem Teufel und betet deshalb dauerhaft. Da zu dieser Zeit die freie Meinungsäußerung nicht wirklich besteht, wird er von den Kirchenoberhäuptern nach Bedlam – eine Anstalt für Verrückte und Wahnsinnige – deportiert. Das ist sein eigentlicher Fall.

Im Jahre 1543 ist London eine beachtliche Stadt! Hier findet man das komplette Panorama (Quelle: Wikimedia)

Plötzlich und ohne Vorwarnung wird ein sehr guter Freund, Roger Elliard, über einem Brunnen mit aufgeschlitzter Kehle gefunden. Die Witwe des Mannes nimmt ihm das Versprechen ab, den Mörder zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Schon nach kurzer Recherche finden sich Parallelen zu einem anderen grausigen Mordfall. Außerdem steckt mehr dahinter. So langsam enthüllen sich Machtspiele seitens der Politik und der Kirche, die zu dieser Zeit miteinander sehr verworren sind.

Durch die detailgetreue Beschreibung ist mir sofort aufgefallen wie ungeordnet die Zustände zu dieser Zeit – gerade für Leute ohne Macht und Geld – sind. Das Buch erscheint mir sehr gut recherchiert und arbeitet die Zustände der damaligen Zeit auf. Die Abhandlung des Buches erfolgt logisch und bringt einen immer wieder zum Nachdenken. Ich bin zur Zeit mitten in Kapitel 12 und tauche so langsam etwas tiefer in die Machenschaften, die ich zuvor beschrieben habe, ein. Auf jedenfall ist für mich klar, dass ich die anderen Teile auch lesen werde. Ab und zu wird im Buch auf Vergangenes – wahrscheinlich aus den anderen Büchern – verwiesen bzw. Bezug genommen. Ich denke aber, dass es nicht unbedingt relevant ist, mit dem ersten Teil zu beginnen, da die Fälle voneinander getrennt sind (bspw. nicht so wie bei den Harry Pottern Büchern).

Zu guter letzt kann ich nur jedem raten, der auf der Suche nach einem spannenden Buch ist: lest „Das Buch des Teufels“ von C. J. Sansom!

stay classy!

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