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Ein Portrait über Nelson Mandela

Viele von euch werden Nelson Mandela kennen, zumindest werdet ihr schon mal von ihm gehört haben. Nachdem Mandela Anfang Dezember 2013 gestorben ist, habe ich mich gefragt: Warum ist dieser Mann so bekannt gewesen? Warum haben so viele Menschen ihn bewundert? Ich wusste natürlich, dass er Präsident Südafrikas gewesen ist und dass es große Probleme zwischen Schwarzen und Weißen in Südafrika gegeben hat und noch gibt! Ich habe mich mehr für die Zusammenhänge interessiert und in das Thema eingelesen. Natürlich findet man auf Wikipedia eine ausführliche Biografie – sehr ausführlich. Deshalb habe ich meines Erachtens die wichtigsten Informationen “kurz & prägnant” für euch – basierend auf einem Spiegel Artikel – zusammengestellt.

Hier ist Mandelas Geburtsort zu sehen!

Hier ist Mandelas Geburtsort zu sehen!

 

Er wurde 1918 im Gebiet Transkei in Südafrika geboren und  hat den Name “Rolihlahla” bekommen, was so viel wie Unruhestifter bedeutet. Erzogen wurde er an einem traditionellen Königshof, später begann er sein Jurastudium in Fort Hare. 1944 trat er dem ANC bei (Afrikanischer Nationalkongress; eine politische Organisation, die man als Partei ansehen kann). Dort engagierte er sich gegen die Apartheid – die Rassentrennung von Schwarzen und Weißen. Südafrika wurde damals von den Buren beherrscht. Ein Einwanderervolk bestehend aus meist Niederländern, Franzosen und Deutschen. Wie man es von anderen Ländern bzw. Kolonien reicher Industriestaaten kennt, wurden die Schwarzen systematisch unterdrückt. Man kann sich vorstellen, dass eine Organisation, die einem seine Vorherrschaft streitig machen möchte, ein Dorn im Auge ist.

Da der friedliche Protest durch den Staat mit Brutalität unterbunden wurde, spitzte sich die Situation beim Massaker von Sharpeville 1960 zu. Die Polizei hat dort 69 Menschen erschossen und danach den ANC verboten. Deshalb gründete man einen militärischen Flügel, welcher militärische, industrielle und zivile Ziele sabotierte. So kam es dazu, dass Mandela mit den verbleibenden Anführern 1964 vor Gericht stand, es drohte ihm die Todesstrafe.

Ich habe mein ganzes Leben dem Kampf des afrikanischen Volkes geweiht… Ich habe das Ideal einer demokratischen und freien Gesellschaft hochgehalten, in der alle Menschen friedlich und mit gleichen Möglichkeiten zusammenleben. Wenn es sein muss Euer Ehren, bin ich auch bereit, für dieses Ideal zu sterben.

Das sind seine Schlussworte seiner 4-stündigen Ausführung im Prozess gewesen. Man verurteilte ihn zu lebenslanger Haft auf Robben Island. Dort hat die Gefängnisleitung versucht ihn mit perfiden Methoden körperlich und seelisch zu brechen. Dank seiner Selbstdisziplin hat das nicht funktioniert. Während seiner Haft beschäftigte er sich mit Schriften über Revolution und Kriegsführung.

Seine Zeit sollte später kommen. Im Alter von 71 Jahren und nach 10.000 Hafttagen entließ man ihn aufgrund internationalen Drucks. Zu dieser Zeit stand Südafrika ein radikaler Umbruch der politischen und gesellschaftlichen Ordnung bevor. Nachdem in einem Township Unruhen ausbrachen, hat sich Mandela öffentlich dazu geäußert, um der Apartheid den Kampf anzusagen. Er trat zu den Wahlen 1994 als Präsidentschaftskandidat an und ging als erster schwarzer Präsident Südafrikas hervor. Nachdem was der “Weiße” seinem Volk angetan hat, hätte er allen Grund gehabt Rache zu üben. Er hatte Nachsicht mit ihnen. Unter ihm ist Südafrika regelrecht aufgeblüht. Präsident ist er bis 1999 gewesen. Bis 2004 betätigte er sich als politisches und moralisches Vorbild für diverse Menschenrechtsorganisationen. Mandela ist mehrmals verheiratet gewesen und hat mehrere Kinder gehabt.

Ich finde ein Zitat aus dem Spiegel Artikel (50. Ausgabe, erschienen am 9.12.2013) zu Mandelas Tod bringt sein Wirken auf den Punkt!

Dieser Mann hat das Wunder vollbracht, sein hasszerfressenes Land gewaltfrei von der Apartheid in die Demokratie zu führen und den Rassenwahn zu überwinden. Er war für die Südafrikaner, was Simón Bolívar für die Lateinamerikaner, Mahatma Gandhi für die Inder oder Martin Luther King für die Afroamerikaner war – ein Freiheitskämpfer, der wie eine Lichtgestalt aus der Finsternis kam. Wie Barack Obama schenkte er den Schwarzen in aller Welt Selbstwertgefühl: Schaut her, wir können es auch.

Ich hoffe ihr hattet Spaß am Lesen und seid jetzt etwas besser über Nelson Mandela informiert.

stay classy

 

Quellen:

Bartholomäus Grill: „Madibas Magie“, Der Spiegel, 50/2013, S.84

Wikipedia Artikel zu Nelson Mandela

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